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Geologie, Klima, Wasser und Boden

Die Landschaft der Gemeinde Eixen liegt zwischen Elbe und Oder und ist, in geologischen Zeiträumen betrachtet, sehr jung. Als vor ca. 12-17.000 Jahren das letzte Eis abgeschmolzen war (Küster, 1999), ist die gegenwärtige Landschaft in ihren Grundzügen fertig gestellt gewesen. Das Pleistozän und insbesondere das Weichsel-Glazial haben entscheidenden Einfluss auf die Strukturen der Eixener Landschaft genommen. Sölle sind ebenso wie die anderen typischen Bildungen der „glazialen Serie“, also die Grundmoränen, Endmoränen, Sandergebiete und Urstromtäler für diesen Raum prägend. Die Urstromtäler sind heute von Durchströmungsmooren geprägt.

 

Die Landschaftselemente der glazialen Serie geben dem Raum einen unverwechselbaren Reiz, der noch bis in die Gegenwart besteht. Durch die relativ späte menschliche Besiedlung der Landschaft bestehen keine erheblichen durch Erosion überprägten „anthropogenen Serien“ wie Ausblasungswannen oder Dünen, die für andere früh durch Menschen besiedelte Landschaft bekannt sind (Küster, 1989).

 

Äolische und fluviatile Prozesse formen die Landschaft allerdings stetig. Diese Umgestaltungen sind nicht die Großlandschaft prägende Faktoren, sondern kleinräumige Standortstörungen.

 

Eutrophierungsprozesse, die vom Menschen ebenfalls ausgelöst wurden, bestimmen hingegen die Entwicklung der Großlandschaft, sie wirken global, da hier eine atmosphärische Beeinträchtigung vorliegt, also über die Niederschläge zwangsläufig auf die Landschaft einwirkt. Diese irreversiblen Beeinträchtigungen der Atmosphäre werden sich noch über beträchtliche Zeiträume auswirken, da ein Ausgleich von Beeinträchtigung der Atmosphäre mehrere Jahrhunderte umfasst (Klötzli, 1993; Kinzelbach, 1995; Berner & Streif,2004).

 

Beeinträchtigungen des Bodens können hingegen in Dekadenzeiträumen ausgeglichen werden und am schnellsten verlaufen Ausgleichsprozesse im Wasser (Goudie,2002).

 

Entscheidend für die Landschaftsplanung ist allerdings, dass die Faktoren – Klima und Wasser– in einen Kreislauf eingebunden sind, der einen größeren Raum umfasst als den Planungsraum der Gemeinde Eixen. Die atmosphärischen Prozesse können nicht beeinflusst werden, allerdings sollten Pflegekonzepte und Entwicklungsmaßnahmen diese nicht beeinflussbaren Prozesse berücksichtigen. Gemeint ist, dass der Erhalt von mesotrophen Standorten in einer hoch produktiven Landschaft – wie Mitteleuropa mit fruchtbarsten Böden (Walter & Breckle, 1999) und mit atmosphärischen Nährstoffeinträgen - nur durch intensivste Nutzung möglich wäre. Intensive Nutzung bedeutet entgegen einer ordnungsgemäßen Landwirtschaft, Biomasse dem Standort entnehmen, ohne ständig Nährstoffe durch Düngung zurückzuführen, was vielleicht besser Austragsnutzung genannt wird, um mit intensiv die zerstörerische Nutzung zu bezeichnen (Schiess & Schiess-Bühler,1997).

 

Die Gemeinde unterliegt einem subkontinentalen Klima mit durchschnittlichen Jahresniederschlägen von 600 – 700 mm und einer Jahrestemperatur von 7,5 – 8 °C (Müller-Westermeier et al., 1999).

 

Es besteht ein ausgeglichener Wasserhaushalt in der Landschaft. Die Grundwasserflurabstände liegen zwischen 2 und 10 m unter Flur (Karte 2).

 

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