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In der Gemeinde sind folgende Schutzgebiete ausgewiesen:
Naturschutzgebiet
- Unteres Recknitztal" (etwa 240 ha)
Landschaftsschutzgebiet
- Recknitztal (etwa 860 ha)
EU-Vogelschutzgebiet
- SPA 4 Trebeltal (etwa 1.300 ha)
- SPA 2 Vorpommersche Waldlandschaft (etwa 1.200 ha)
- SPA 67 Hugolsdorf-Drechow (etwa 190 ha)
FFH-Gebiete
- DE 1941-301 Recknitz- und Trebeltal mit Zuflüssen (etwa 800 ha)
- DE 1743-301 Nordvorpommersche Waldlandschaft (etwa 600 ha)
Die für die Gemeinde Eixen zutreffenden Teilbereiche aus der
NATURA-2000-Gebietskolisse entwickeln planungsrechtlich allerdings eine eigenständige
naturschutzrechtliche Relevanz, da Zielstellung und Schutzzweck über die Ziele und Zwecke
von NSG und LSG hinaus geht (Gellermann & Schreiber, 2007).
Ziel der Schaffung des Netzes NATURA 2000 ist die Errichtung eines kohärenten europäischen Netzes
besonderer Schutzgebiete. Dieses Netz umfasst die Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung (FFHGebiete)
sowie die Europäischen Vogelschutzgebiete (SPA). Aus diesen genannten Einstufungen in Teilbereichen der
Gemeinde können sich planungsrechtliche relevante Einschränkungen, aber zumindest zusätzlicher
Untersuchungsbedarf (Erheblichkeits- oder Verträglichkeitsuntersuchungen bei verschiedenen Vorhaben und
Projekten) im Rahmen von Genehmigungsverfahren ergeben.
Für den Besucher eines solchen europäischen Schutzgebietes ändert sich im Verhältnis zum NSG oder LSG
allerdings nichts, was früher nicht erlaubt war, ist jetzt ebenfalls nicht erlaubt und umgekehrt. Neue
Projekte sind von diesem internationalen Recht betroffen.
Geschützte Biotope und Vegetation
Das Landesnaturschutzgesetz definiert anhand der Physiognomie und prägender Vegetationsstrukturen des
Standortes geschützte Biotope und Geotope.
Die häufigsten geschützten Biotope im Gemeinderaum sind:
- Naturnahe Feldgehölze und Hecken
- Naturnahe Moore, Sümpfe, Sölle, Röhrichtbestände und Riede, seggen- und binsenreiche Nasswiesen
- Naturnahe Bruchwälder
- Naturnahe und unverbaute Bach- und Flussabschnitte, sowie stehende
Kleingewässer mit jeweils anschließender Ufervegetation oder Verlandungsbereichen
Insbesondere die Feldgehölze und Feldhecken bilden in einigen Bereichen eine sehr kleinteilige dicht
strukturierte Hecken-, Wiesen- und Ackerlandschaft.
So eine Heckenlandschaft stellt äußerst wichtige Lebensräume für zahlreiche Pflanzen und
Tierarten dar, außerdem bildet sie ein Verbundsystem zwischen den einzelnen Biotopen. In
einer ursprünglichen Landschaft stehen nahezu alle terrestrischen und aquatischen
Lebensräume (Biotope) mittels sanfter Übergänge (Ekotone oder Ökotope, im
englischsprachigen Raum; (edge effects) miteinander in Verbindung. Diese Übergänge
bestehen jeweils aus einer Abstufung ökologisch ähnlicher Strukturen (Heydemann, 1986)
und beherbergen deshalb im Verhältnis zur übrigen Kulturlandschaft die meisten Arten
nebeneinander (Bönsel, 2005).
Aus diesen Gründen sollen Lücken oder fehlende Strukturen wiederhergestellt werden.
Die Ackerbegleitflora ist meistens durch intensive Ackerbaumethoden verarmt. Vor allem in
sandigen Bereichen sind "nährstoffarmutliebende" Pflanzen stark gefährdet. Noch
bestehende Ackerbegleitflora gilt es deshalb durch gezielte Maßnahmen zu erhalten.
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